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Cybermobbing

Was tun bei Cyber-Mobbing?

5.09.2019

Rechtsfrage des Tages:

Hänseleien gibt und gab es unter Jugendlichen schon immer. Durch Internet und soziale Medien hat das Bloßstellen und Ärgern von Mitschülern aber neue Dimensionen erreicht. Was können Betroffene unternehmen, wenn sie im Internet gemobbt werden?

Antwort:

Dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist, sollte eigentlich jeder wissen. Dennoch nutzen viele die vermeintliche Anonymität, um andere zu beleidigen, zu hänseln oder gar zu quälen. Cyber-Mobbing ist gerade für Kinder und Jugendliche besonders schlimm. Doch trotz der Scham sollten diese sich unbedingt Eltern, Lehrern oder anderen Vertrauten öffnen und Hilfe annehmen. Und auch rechtlich können sie einiges unternehmen.

MobbingJe nach Ausgestaltung der Mobbingattacke kommt gleich eine ganze Palette von Straftaten in Betracht. Daher sollten Betroffene Beweise beispielsweise durch Screenshots sichern und sich an die Polizei wenden. Jugendliche ab 14 Jahren sind strafmündig und können strafrechtlich belangt werden. Aber auch jüngere Täter müssen mit Konsequenzen rechnen. So kann die Polizei beispielsweise in gravierenden Fällen das Jugendamt informieren.


Zivilrechtlich haben Betroffene, wie bei einigen anderen Rechtsverletzungen auch, einen Anspruch auf Unterlassung und Beseitigung der verletzenden Einträge. Außerdem kann ihnen ein Schadensersatzanspruch zustehen. Je nach Reifegrad kann schon ein jugendlicher Täter ab dem siebten Lebensjahr persönlich in Anspruch genommen werden. Andernfalls kommt es darauf an, ob den Eltern eine Verletzung ihrer Aufsichtspflicht vorgeworfen werden kann.

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